Mit schmackhaften Produkten in den Wonnemonat

Schüler des Kivinan-Bildungszentrums bewiesen ihre Kreativität bei der diesjährigen Schulmeisterschaft im Nahrungsmittelhandwerk

Schulmeisterschaft 2008

Der Wonnemonat Mai hält Einzug im Land und wird traditionell mit großem Hallo begrüßt. Ob in der Stadt oder auf dem Land, ob Hexe oder nicht, ob mit oder ohne Baum, der für Viele schönste Monat des Jahres wird mit Musik, Tanz und Ausgelassenheit gefeiert. Schließlich heißt es nun endlich: kalte Jahreszeit ade, willkommen laue Frühlingslüftchen. Dieser vermeintlich ländliche Brauch hat inzwischen Einzug gehalten in vielen Städten und war in diesem Jahr für die Schüler des Nahrungsmittelhandwerks des Kivinan-Bildungszentrum Anlass, unter dem Motto Tanz in den Mai die diesjährige Schulmeisterschaft zu organisieren.

Zu diesem Anlass traten 18 Schüler und Schülerinnen an, um bei der diesjährigen Schulmeisterschaft im Rahmen eines Wettbewerbes, den Besten/ die Beste der jeweiligen Berufsgruppe zu ermitteln. Dabei mussten sich die angehenden Bäcker/innen, Fleischer sowie die Verkäuferinnen im Nahrungsmittelhandwerk verschiedenen Aufgaben stellen. Alle erhielten eine Hausaufgabe, in der sie unter Beweis stellen mussten, dass sie ein Produkt für das abendlichen Buffet sachgerecht planen können. Dieses Produkt musste so geplant sein, dass es am Tag der Schulmeisterschaft auch termingerecht hergestellt werden konnte. Für die Schüler/-innen standen dabei Produkte und Gerichte im Vordergrund, die idealerweise zu diesem Thema passen. Dem Ideenreichtum waren keine Grenzen gesetzt. Alle Zutaten wurden vorher frisch eingekauft, so dass die Auszubildenden unter Beweis stellen mussten, was sie aus diesen Zutaten zaubern können.Traditionell beginnt der Wettkampftag mit einem theoretischen Teil. In Form einer kleinen Prüfung müssen die Auszubildenden fachtheoretische Fragen sowie einige mathematische Aufgaben beantworten. Anschließend stellten sie die verschiedenen Produkte für das abendliche Buffet her. Die Auszubildenden hatten viel zu tun und mussten ihre Zeit gut einteilen, damit sie termingerecht bis zum Eintreffen der Gäste fertig wurden. Die anwesenden Fleischer und Fleischereifachverkäuferinnen mussten zunächst eine schmackhafte Suppe, die sie im Rahmen ihrer Hausaufgabe entworfen hatten, herstellen. Darüber hinaus war es ihre Aufgabe, einen Salat inklusive eines Dressing sowie Fleischspieße zu kreieren.Währenddessen gestalteten die Bäckereifachverkäuferinnen ein dem Motto entsprechendes Schaufenster. Das Schaufenster wurde vorher geplant, und es war spannend mitzuerleben, wie aus einem leeren Schaufenster eine attraktive Auslage für den Tanz in den Mai entwickelt wurde. Zusätzlich bereiteten sie ein Dessert zu und stellten in einem Verkaufsgespräch unter Beweis, wie gut sie auf die individuellen Wünsche der Kunden eingehen können.Parallel dazu war es die Aufgabe der Bäcker/-innen zunächst einen Auflauf herzustellen. Auch wenn es ungewöhnlich ist, dass Bäcker Aufläufe kreieren, so steht das Angebot von Snacks und kleinen Gerichten auch bei den Bäckern heutzutage ganz stark im Vordergrund und ist ebenfalls Bestandteil bei den Prüfungen. Darüber hinaus war es ihre Aufgabe, einen Hirschhornkäfer als Flechtgebäck und eine Spezialbrot für das abendliche Buffet zu backen.

Am Ende eines langen Wettkampftages war die Aufregung und Anstrengung den Auszubildenden im Gesicht anzusehen. Denn sowohl die Chefs der Teilnehmer/-innen und Innungsmeister als auch der Bürgermeister und die Schulleitung waren zum Buffet eingeladen, so dass sie die Produkte kosten und insbesondere begutachten konnten. Unter den kritischen Augen ihrer Lehrer wurden die Schulmeister und Platzierten ermittelt. Nachdem alle Schülerinnen und Schüler ihr Bestes gegeben hatten, waren sie froh, dass ihr Einsatz zum Abschluss im Rahmen einer Siegerehrung honoriert wurde. Jeder Teilnehmer erhielt ein kleines Präsent und eine Urkunde.

Die jeweils 3 Besten einer Berufsgruppe freuten sich über eine Medaillie und der jeweilige Schulmeister wurde mit einem Pokal geehrt. Den ersten Platz bei den Bäckern belegte Sven Mattfeldt von der Bäckerei Holste, Sottrum. Auf den weiteren Plätzen folgten Franziska Burmester, Bäckerei Blume, Basdahl und Anke Meyer, Bäckerei Tamke, Visselhövede. Über ihren ersten Platz bei den Bäckereifachverkäuferinnen freute sich Natalie Bruns, ebenfallsvon der Bäckerei Tamke aus Visselhövede. Sie wurde knapp gefolgt von Franziska Schröder, Bäckerei Stelling aus Rotenburg und von Stefanie Door, Bäckerei Steffens, Heeslingen. Sieger bei der Auszubildenden im Fleischerhandwerk wurde Alexander Rempel von der Fleischerei Wünsch, Rotenburg. Den zweiten Platz belegte Aline Inselmann, Fleischerei Baden in Lauenbrück gefolgt von Stephan Meyer, Fleischerei Bösch Tarmstedt. Am Ende des Veranstaltungstages waren die Auszubildenden stolz und glücklich über ihre Leistungen und können sich nun gestärkt auf ihre Abschlussprüfungen vorbereiten.

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